Mundpflege ohne Plastik
Zahnbürsten, Zahnpastatuben und Zahnseidenspender summieren sich auf ein Kilo Plastik pro Person und Jahrzehnt. Die Alternativen sind unkompliziert.
Zahnbürsten, Zahnpastatuben und Zahnseidenspender summieren sich auf ein Kilo Plastik pro Person und Jahrzehnt. Die Alternativen sind unkompliziert.

Eine Plastikzahnbürste zersetzt sich in keinem für Menschen relevanten Zeitraum nennenswert — Kunststoffe dieser Dicke werden in der Literatur zu Meeresmüll in Jahrhunderten gemessen — und die durchschnittliche erwachsene Person verbraucht vier pro Jahr. Dazu kommt eine Zahnpastatube — ein mehrschichtiges Kunststoff-Aluminium-Laminat, das kein Haushaltssystem recycelt — und ein Plastik-Zahnseidenspender, macht zusammen etwa 1 kg nicht recycelbares Plastik pro Person und Jahrzehnt. Für jeden Teil gibt es eine sauberere Alternative.
Ein Bambusgriff mit austauschbaren Borsten aus Pflanzenfasern oder Rizinusöl ist heute die am besten unterstützte Option. Vollständig kompostierbare Griffe, bei manchen Marken recycelbare Borsten. Alle drei Monate wechseln, wie bei Plastik. Ein feuchtes Tuch im Bad bereithalten, um den Bürstenfuß trocken zu wischen — die einzige Schwachstelle von Bambusbürsten ist Schimmel durch stehende Nässe.
Seiden-Zahnseide in einem nachfüllbaren Glasfläschchen ist die sauberste Option — kompostierbar und beim Nachfüllen verpackungsfrei. Für vegane Haushalte ist pflanzliche PLA-Zahnseide in einem kleinen nachfüllbaren Behälter die nächstbeste Wahl. Auf die übliche Nylon-Zahnseide im Plastikspender verzichten — fast die Hälfte des Gewichts entfällt auf die Schachtel.
“Mundpflege ist ein Bereich, in dem die Alternativen etwa gleich viel kosten wie die Originale, genauso lange halten und keinen Abfall verursachen. Es gibt eigentlich kein Argument dagegen.”
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Einwegrasierer sind ein still enormer Abfallstrom. Ein Rasierhobel hält ein Leben lang — die Technik braucht etwa eine Woche zum Erlernen.

Die meisten, die Shampoo-Stücke ausprobieren, geben nach einer Woche auf. Selten liegt es am Stück selbst — sondern am Wasser, der Technik und der Umstellung.